Sie sind hier: Krustendynamik / Arbeitsgruppen / Strukturgeologie

Arbeitsgruppe

Prof. Dr. Helga de Wall
Prof. apl. Dr. W. v. Gosen
Dr. Michl Bestmann

Doktoranden

Stefan Schöbel

Strukturgeologie und Tektonik

Im Verlauf der Erdgeschichte haben sich die einzelnen Kontinente zu Superkontinenten zusammengefügt und es kam zur Konzentration von Landmassen und Ozeanen. Durch die Kollision der Kontinente in geologisch junger Zeit (50 bis 5 Millionen Jahre) entstanden Gebirgsgürtel wie z.B. der Himalaya und die Alpen oder die vergleichsweise alten (390 bis 320 Millionen Jahren) Mitteleuropäischen Gebirge wie Schwarzwald, Vogesen und Bayerische Wald. Die Gebirgsgürtel sind durch die einwirkenden Spannungen stark deformiert und sie zeichnen sich durch zahlreiche undefinedErdbeben aus. Die Gesteine werden dabei hohen Temperaturen ausgesetzt und es kommt zur Umformung und zur Aufschmelzung. Das so entstandene heiße Magma kann aufsteigen und in höheren Stockwerken wieder abkühlen, was zur Platznahme von Magmatiten führt. Damit verbunden ist die Umverteilung und Anreicherung von chemischen Elementen, die zur Bildung von Lagerstätten führen kann. 

Die Arbeitsgruppe „undefinedStrukturgeologie und Tektonik“, erforscht Gebirgsbildungsprozesse in verschiedenen Erdteilen zu unterschiedlichsten erdgeschichtlichen Zeiten. Hierbei spielen Verformungslokalisation und damit verbundene Deformationsprozesse eine wesentliche Rolle. Zur generellen Charakterisierung von Deformationsgefügen wird vorrangig die Gefügeanalytik mit Hilfe von magnetischen Methoden (Anisotropie der magnetischen Suszeptibilität) eingesetzt, wobei ihre zeitliche Einordnung mittels U-Th-Pb-Datierung von Monazit erfolgt. In Kombination mit elektronenmikroskopischen Methoden werden wertvolle Informationen über das Verhalten von Gesteinen in der Erdkruste unter spezifischen Bedingungen gewonnen.