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Anmeldung zum Master Geowissenschaften

Alle Informationen zur Master-Anmeldung finden Sie Opens external link in new windowhier. Die Anmeldung für den Master Studiengang Geowissenschaften erfolgt über das Eingabe-Programm  Opens external link in new window 'Move in'. Informationen zu den Bewerbungsfristen finden Sie Opens external link in new windowhier.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Abiturzeugnis
  • Zeugnis über den Abschluss gem.Opens external link in new window §30 Abs. 1 Satz 2 (Zeugnis, Transcript of Records, Diploma Supplement oder vergleichbare Dokumente)
    bzw. ein Transcript of Records im Falle des §30 Abs. 4
  • ein Motivationsschreiben, das eine Aussage zu folgenden Punkten enthalten soll:
    a. bisheriger Bildungsweg
    b. die darin enthaltene geowissenschaftliche Ausbildung
    c. welche Perspektiven mit dem MSc-Studiengang Geowissenschaften verbunden werden
    d. die Wahl des 1. und 2. Hauptfaches.

Das Masterstudium Geowissenschaften an der FAU kann jeweils zum Wintersemester begonnen werden.

Der Antrag auf Zugang zum Qualifikationsfeststellungsverfahren ist im Normalfall bis Mitte Juli für den Studienbeginn zum Wintersemester zu stellen.

Als Qualifikationswert gilt aktuell die Note 2,5.

Fragen?

Dr. Anette Regelous
Fachstudienberatung

Schloßgarten 5, 91052 Erlangen
Raum 0.105
Tel.: +49(0)9131 - 85 26 065
Opens window for sending emailanette.regelous(at)fau(dot).de

 

 

 

Master Studiengang Geowissenschaften

Geowissenschaften am GeoZentrum Nordbayern

Der Masterstudiengang Geowissenschaften baut inhaltlich auf dem Bachelorstudiengang Geowissenschaften auf und ist stärker forschungsorientiert. Begabte und interessierte Absolventen mit dem Abschluss Bachelor of Science können ihre wissenschaftliche Ausbildung durch ein Masterstudium vertiefen und durch die Erlangung eines höheren Berufsabschlusses ihre Berufschancen im Bereich der Geowissenschaften deutlich verbessern.

Im GeoZentrum Nordbayern der Universität Erlangen-Nürnberg ist eine große Bandbreite an geowissenschaftlichen Fachrichtungen vereint. Dadurch ergeben sich für die Studierenden eine Vielzahl von möglichen Fächerkombinationen im Masterstudium, die in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. An unserem Institut sind drei übergeordnete Fachbereiche vertreten, die insgesamt fünf Spezialisierungsrichtungen im Studium anbieten. Dadurch können die Masterstudenten ihr geowissenschaftliches Studium dem eigenen Interessenfeld und späteren Anforderungen im angestrebten Berufsfeld anpassen.

  • Opens external link in new windowFachbereich Krustendynamik → besteht aus den Arbeitsgruppen „Sedimentologie“, „Strukturgeologie“, „Petrologie“, „Geochemie und Lagerstättenkunde“ sowie „Endogene Geodynamik-Magmatische Geochemie“

 

 

Petrologie-Geodynamik-Georessourcen (PG)

Diese Spezialisierungsrichtung befasst sich mit der Untersuchung geodynamischer Prozesse in der Erdkruste und des darunter liegenden Erdmantels, die grundlegend für das Verständnis der Entwicklung unseres Planeten sind. Hier spielen z.B. die Entwicklung von Magmen im Erdinneren und an aktiven Plattenrändern wie dem Mittelozeanischen Rücken und Subduktionszonen einen bedeutende Rolle. Zudem sind die Konsequenzen von magmatischer Aktivität auf der Erde für den Menschen, die sich in Form von Vulkanausbrüchen zeigen Gegenstand der Forschung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung von magmatischen Erzlagerstätten, im Hinblick auf ihre Bildung und die mögliche Exploration. Untersuchungsmethoden sind vor allem isotopengeochemische und gesamtchemische Analysen von Gesteinen.

 

Angewandte Sedimentologie-Georessourcen (AS)

Hier werden die Prozesse, die zur Bildung von Sedimentgesteinen und den in ihnen enthalten Lagerstätten von nichtmetallischen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Kohle und Baustoffen wie Sand, Kies und Naturwerksteinen, sowie deren mögliche Exploration untersucht. Auch die Erforschung des regenerativen Energieträgers Geothermie ist ein Schwerpunkt. Hier werden die thermischen Eigenschaften von Gesteinen für die Nutzung zur Wärme- und Stromerzeugung im Bereich von oberflächennaher und tiefer Geothermie erforscht. Die ebenfalls in dieser Fachrichtung angesiedelte Isotopenchemie von Kohlenstoff und Sauerstoff lässt Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen bzw. Veränderungen in der Erdgeschichte zu.

 

Angewandte Geologie (AG)

Die Angewandte Geologie am GeoZentrum umfasst zwei Fachbereiche: die Ingenieurgeologie und die Hydrogeologie.

Der Schwerpunkt der Ingenieurgeologie in Erlangen liegt auf der Untersuchung von Georisiken in Form von Massenbewegungen (z.B. Hangrutschungen) in Mittelgebirgen und dem Alpenraum. Hier werden die mögliche Position, die Größenordnung und der Zeitraum in dem solche oft katastrophalen Ereignisse stattfinden untersucht. Als Untersuchungsmethoden werden beispielsweise Luftbildauswertungen, geodätische Vermessungen, direkte Bewegungsmessungen sowie boden- und felsmechanische Untersuchungen eingesetzt. Weitere Themen der Ingenieurgeologie sind z.B. Baugrunduntersuchungen, Tunnel- und Talsperrenbau, Geothermie, Altlastenuntersuchungen und Deponiebau.

Die Hydrogeologie befasst sich mit den Prozessen des Wasserkreislaufs auf unserer Erde. Dies beinhaltet Fragestellungen zur Dynamik von Grund- und Oberflächengewässern, Erhaltung und Sicherung der regionalen Wasserversorgung, Karsthydrogeologie und der Wasserchemie. Untersuchungsmethoden sind hier v.a. Isotopenanalysen und die Messung der Konzentrationen verschiedener im Wasser gelöster Ionen. Auch die mögliche Speicherung von CO2 im Untergrund ist ein Forschungsgebiet in der Hydrogeologie.

Angewandte Mineralogie (AM)

Die Erlanger Mineralogie ist angewandt ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bauchemie (Zementmineralogie), Hochleistungskeramik (z.B. Leuchtstoffe) und Calciumphosphat für die Anwendung als Knochenersatzstoffe. Es werden Reaktionsabläufe in mineralogischen Stoffsystemen und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften von Werkstoffen untersucht. Hauptuntersuchungsmethoden sind die Röntgendiffraktometrie und Kalorimetrie.

 

Paläobiologie/Paläoumwelt (PU/PB)

Die Paläobiologie befasst sich mit der Evolution von Ökosystemen in der Erdgeschichte. Es wird untersucht, welche Umweltbedingungen und Prozesse für Veränderungen in Organismengemeinschaften ausschlaggebend sind. Dabei wird der Blick nicht nur auf die Ökosysteme in der vergangenen Erdgeschichte gerichtet, sondern verstärkt auch die aktuellen Auswirkungen des Klimawandels auf die heutigen marinen Ökosysteme untersucht. Weitere Schwerpunkte sind die Karbonat-Sedimentologie, die Taxonomie mariner Fossilien und die Paläoumwelt-Rekonstruktion. Neben geologischer Geländearbeit wird die Forschung mit modernsten analytischen Methoden und statistischen Auswertungen großer paläobiologischer Datenbanken durchgeführt.

 

Struktur des Masterstudiengangs Geowissenschaften

Der Masterstudiengang Geowissenschaften ist ein auf zwei Jahre (4 Semester) angelegter Studiengang mit insgesamt 120 ECTS-Punkten. Er setzt sich aus zwei Hauptfächern, Ergänzungsfach- und Schlüsselqualifikationsmodulen sowie einem Wahlpflichtmodul zusammen. Die Hauptfächer und das Ergänzungsfach werden aus den angebotenen fünf Spezialisierungsrichtungen am GeoZentrum Nordbayern ausgewählt. Als Schlüsselqualifikation (SQ) werden fachlich orientierte Industriepraktika, Projektarbeiten, Kartierungen oder vergleichbare Tätigkeiten innerhalb und außerhalb der Universität anerkannt. Als Wahlpflicht-Modul stehen Vorlesungen nach aktueller Vorgabe aus der naturwissenschaftlichen Fakultät zur Auswahl (Opens external link in new windowaktuelle Auswahl).

Jedes Modul umfasst 5 ECTS-Punkte und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Eine Übersicht zu den Modulen im Masterstudium finden Sie im Initiates file downloadMaster-Studienplan.

Zu Beginn des Masterstudiums steht eine zweisemestrige Vertiefungsphase, in der die Studenten die beiden gewählten Hauptfächer, Ergänzungsfächer sowie im ersten Semester ein Wahlpflichtfachmodul und im zweiten Semester ein Schlüsselqualifikationsmodul belegen. In dieser Phase wird das fachliche und methodische Wissen vertieft bzw. erweitert.

In der anschließenden zweisemestrigen Forschungsphase liegt das Hauptaugenmerk in der praktischen Ausbildung der Studenten. Die Studenten bearbeiten in ihren jeweiligen Hauptfächern geowissenschaftliche Fragestellungen eigenständig im Labor und belegen beispielsweise Übungen zur Anwendung spezieller Software in den Geowissenschaften. Im vierten Mastersemester erstellen die Studenten ihre abschließende Masterarbeit und stellen diese abschließend in einem Masterkolliquium vor.

Eine ausführlichere Modulbeschreibung der im Master wählbaren Hauptfächer finden finden Sie Initiates file downloadhier.

In der vorlesungsfreien Zeit kann jeweils ein Industriepraktikum oder eine Kartierung/Projektarbeit oder ein Modul Geländeübungen absolviert werden (Schlüsselqualifikation).

Begleitend zu den Lehrveranstaltungen haben die Studenten die Möglichkeit an Geländeveranstaltungen aus dem breiten Exkursionsangebot des GeoZentrums teilzunehmen. Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel Master of Science (M.Sc.) verliehen.

 

Berufsperspektiven

Die Berufsaussichten für Geowissenschaftler/innen sind aufgrund der Breite der Ausbildung im Studium und der Interdisziplinarität des Faches sehr gut. Je nach individueller Ausrichtung eröffnen sich über die Wahlmöglichkeiten und Spezialisierungen im Masterstudium eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder. Der Masterabschluss erweitert die Berufsmöglichkeiten für Geowissenschaftler und ist oftmals Voraussetzung für Positionen im Projektmanagement. Zudem bildet der Masterabschluss die Grundlage für ein weiterführendes Promotionsstudium, das vor allem für einen weiterführende Tätigkeit in Forschungseinrichtungen und Universitäten Voraussetzung ist. Arbeitsplätze für Geowissenschaftler finden sich beispielsweise in:

  • Industrie- und Wirtschaftsunternehmen (z.B. Rohstoffexploration, Materialentwicklung, Gerätehersteller)
  • Ingenieurbüros und Beratungsfirmen (z.B. Baugrunderschließung, Tunnelbau, Talsperrenbau, Geothermie, Altlastensanierung)
  • Forschungseinrichtungen und Universitäten (z.B. Grundlagenforschung, Vorhersage von Naturkatastrophen, Gerätebetreuung)
  • Bildungseinrichtungen und Museen
  • Behörden und Ministerien (z.B. Wasserversorgung, Umweltschutz)